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Manche lernen spät
Stefan Meister wuchs in Brugg AG (Schweiz) auf und gehörte zur letzten Generation der Musiker, welche noch im Brugger Hüsli probten – einem niedlichen Musikerhaus, welches letztlich einem Parkplatz weichen musste. Angefangen hat seine musikalische Tätigkeit zwar bereits in der Primarschule (als er ziemlich lustlos Klarinette spielte), aber wirklich losgelegt hatte er erst mit etwa 16 Jahren, als er in einem Kaufhaus den Hit «Garden Party» der isländischen Jazz/Rock-Band Mezzoforte hörte. In diesem Moment wusste er: «Ich will Saxophon lernen!» (Während seines Studiums jammte er übrigens mit Veigar Margeirsson, einem Trompeter, der mit Mezzoforte auf Tournee war.) |
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Play That Funky Music
Stefan begann Tenorsax zu spielen und war nach der obligatorischen Schulzeit Mitglied der Stadtmusik Brugg. Unterricht nahm er zu dieser Zeit privat bei Stefan Wiedemeier, und er spielte in einer Band zusammen mit seinen Schulkollegen Daniel Hausammann an der Gitarre, Simon Grenacher an den Drums und Roman Glauser (ehem. Moderator bei Tele24 – [Foto]) am Bass. Bald darauf war Stefan fasziniert von David Sanborn und wechselte aufs Altsax. 1990 war er Mitbegründer der Funk/Pop-Band Groovinx, bei der er zum ersten Mal Arrangements für einen Bläsersatz schrieb. Andreas Canzani, damaliger Leader der Band (und späterer Bassist von Seven), war der erste, der offenkundig an den Saxophonisten in ihm glaubte, und ihn dadurch sehr motivierte, sich ins Saxophonspiel zu vertiefen. Unterdessen war ihm klar, dass er bei populären Stilarten wie Funk, R&B, Soul und Pop zu Hause war. |
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Wenn das Hobby zum Beruf wird
Eigentlich wollte er nur als Hobby Saxophon spielen, weil er sich weder an einer Jazzschule noch an einem Konservatorium wohl gefühlt hätte. An der Kantonsschule hatte er unterdessen Unterricht bei Markus Kühne (ehem. Polo Hofer und Andreas Vollenweider, Ehemann von Sina). 1991 spielte er Lead-Alto in der frisch gegründeten Big Band der Kantonsschule unter der Leitung von Fritz Renold. Dieser machte ihn auf die amerik. Musikschule Berklee College of Music in Boston aufmerksam, und nachdem Stefan bei einer Audition in Frankfurt a. M. ein Stipendium vom besagten College erhielt, reiste er 1994 nach Boston um dort zu studieren. Während dieser Zeit genoss er Unterricht bei Weltgrössen wie Joe Viola, Jim Odgren, Ed Tomassi oder George Garzone, und er schloss 1997 als B. M. (Bachelor of Music) magna cum laude ab. Das Diplom wurde ihm übrigens von Dr. h. c. Chick Corea überreicht (s. Foto oben). |
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Der Schweizer Start
Obwohl er sich überlegte, sein Glück in Los Angeles zu versuchen, kehrte Stefan nach seinem Abschluss in die Schweiz zurück. Er konnte für Markus Kühne eine Stellvertretung übernehmen und stieg gleich bei drei Formationen ein: bei der Frank Tender Band (zeitgleich mit Lisa Scannell ehem. Vonesch), bei Street Noiz Factory (zusammen mit Rhonda Dorsey) und bei awake - the funk gospel experience. 1999 wurde er als Soldat Mitglied der Swiss Army Big Band unter der Leitung von Pepe Lienhard, in der er bis zum Ende seiner Dienstpflicht 2005 eingeteilt blieb. Während dieser Zeit absolvierte er zusätzlich in der Swiss Army Gala Band und Swiss Army Concert Band seinen Dienst. |
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Der Durchbruch
Sein Aufstieg in die «obere Liga» der hiesigen Musikszene gelang Stefan 2002, als er von Florian Ast für die «Bilderbuch»-Tournee engagiert wurde. Gleichzeitig machte er sich in der DJ-Clubszene als Liveact alias The Joker einen Namen und trat mit den DJs Alpha B., Miroman und Marco Berto regelmäsig auf. Mit der Zürcher Chillout-Formation Rue du Soleil spielte er im Juni 2002 für den Release von «Café del Mar – Vol. 9» in Madrid. Dazu kamen Gastauftritte mit Grössen wie Patrick Lindner, John Brack und Nubya. |
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Daily Business
Stefan ist unterdessen der Saxophonist des Soul-Sängers und «AVO Session Newcomer Award 2004 Winner» Seven, mit dem er 2003 zum ersten Mal auftrat und bei dem er 2005-2006 festes Bandmitglied war. Highlights waren Auftritte im Vorprogramm von Lionel Richie und Boney M., im Londoner In-Club Cargo und am Sundance Film Festival in Park City, Utah [USA] sowie im Film Handyman von Marco Rima inkl. Solo im Soundtrack «Sweet 18». Seit 2003 ist er ebenfalls der Saxophonist des Pop-Sängers Camen, mit dem er zum ersten Mal am Blue Balls Festival auftrat. Als Liveact ist er in verschiedenen Clubs Resident (u. a. seit 2002 im Bolero in Winterthur) und hatte bereits Auftritte mit über 100 DJs, darunter die DJs Matthias 'Matty' Heilbronn [New York], MR. DA-NOS, Mr. Mike, Pad Beryll, Rolf Imhof, Sir Colin, Tatana und Whiteside. Stefan lebt mit seiner Frau Nadine in Neftenbach b. Winterthur und unterrichtet an Musikschulen wie auch privat. Er ist, kurzum, ein vielbeschäftigter und zufriedener Musiker, Lehrer und Arrangeur. Viel Vergnügen mit seiner Musik! |
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